Alternative LTE

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Nicht nur im Bereich außerhalb der Städte wird LTE zunehmend eine Alternative als mobiler Internetzugang bzw. zur Übertragung von Daten.

Wie wird LTE künftig ausgebaut und wie ist die Netzabdeckung….

Beim Stichwort „mobiles Internet“ wird den meisten nach wie vor insbesondere „UMTS“ als Synonym einfallen. Der Standard leistet seit über einer Dekade gute Dienste. Doch das wird sich in den nächsten Jahren mit Sicherheit ändern! Denn die Technik kommt zusehends an Ihre Kapazitäts- und Leistungsgrenzen. Die wirksamste Waffe der Mobilfunkprovider gegen den „Datenstau“ heißt LTE (Long Term Evolution) und wird den Platz von UMTS in naher Zukunft sukzessive einnehmen. Nach wie vor ist der Netzausbau von LTE in vollem Gange. Noch 2013 planen die Unternehmen Vodafone, Telekom und O2 die größten Netzlücken zu schließen. Sowohl auf dem Land (als DSL-Alternative), als auch in den Städten. Schon 2012 konnten die genannten Unternehmen beim Netzausbau jeweils rund 3000-4500 Stationen für 4G-LTE aufrüsten und so tausende Orte in Deutschland an das neue Datennetz anschließen. Im Folgenden zeigen wir, nach welchen Regel und Kriterien der Netzausbau seit Ende 2010 erfolgt, welche Ziele es gibt und wie der aktuelle Stand ist.

Prioritätsstufen

Der LTE Netzausbau geht nicht, wie viele meinen, beliebig von statten und erreicht mal wieder zuerst die Städter. Also jene, welche ohnehin schon gut mit Breitbandinternet versorgt sind. Denn die Bieter der Frequenzen (Frequenzzuteilungsinhaber) im Bereich der Digitalen Dividende [~ 800 MHz), haben sich gleichzeitig strengen Ausbauregeln unterworfen. Dazu gehören übrigens Vodafone, die Telekom und O2.

Die Reihenfolge des Ausbaus wurde  gestaffelt. Und zwar aufsteigend von den Orten und Städten mit den wenigsten Einwohnern, welche zum Teil von den Ländern selbst benannt werden konnten. Diese müssen bzw. mussten anteilig zuerst mit den 4G-Internetzugängen ausgerüstet werden, beginnend mit Prioritätsstufe 1 (siehe unten). Die Frequenzzuteilungsinhaber (LTE-Anbieter) können erst mit dem Ausbau der nächsten Stufe beginnen, wenn mindestens 90 Prozent der benannten Städte und Gemeinden versorgt sind. „Versorgt“ bedeutet dabei die technische Verfügbarkeit. Es muss also nicht zwingend schon eine kommerzielle Erschließung vorliegen. Auch bei der Technik haben die Mobilfunkunternehmen weitestgehend freie Wahl. Es muss nicht zwingend überall LTE verfügbar sein. HSDPA wäre ebenfalls möglich. Als mit „Breitband versorgt“ gelten übrigens alle, die mindestens 1 MBit/s nutzen können. Dieser Wert ist jedoch weitestgehend unverbindlich.

Grenzwerte der Prioritätsstufen

Prioritätsstufe 1
gemeldete Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern
Prioritätsstufe 3
gemeldete Gemeinden mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern
 
Prioritätsstufe 2
gemeldete Gemeinden mit 5.000 bis 20.000 Einwohnern
Prioritätsstufe 4 gemeldete Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern

 

LTE Netzausbau flächendeckend geplant?

Jain. 100 Prozent wird es sicher nie geben, so wie heute UMTS auch nicht in jeder Jagdhütte verfügbar ist. Schließlich kann niemand erwarten, in einer „abgelegenen Heide mit Haus am See“, mit 50 MBit/s störungsfrei zu surfen. Realistisch für die nächsten 3-5 Jahre sind wahrscheinlich 95-99%, mit Fokus auf Gebiete ohne entsprechende Breitbandalternative. Nichts desto trotz, wird die Netzabdeckung mit LTE in Zukunft besser sein, als heute mit UMTS & Co.

Ausbau in vielen Bundesländer schon (nahezu) abgeschlossen

Im September 2011 gab die Bundesnetzagentur bekannt, dass im Saarland und in NRW die Versorgungsauflagen mit LTE800 erfüllt wurden. Die Provider konnten in den genannten Ländern aus diesem Grund damals bereits in den Städte-Ausbau investieren. Bis Jahresende 2011 folgten weitere sieben. Im Juli 2012 vermeldete die Bundesnetzagentur, dass nur noch zwei Bundesländer außen vor stehen – Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Im Oktober folgte die Informationen, dass nur noch Brandenburg offen ist. Somit sind die Auflagen in allen anderen Ländern schon erfüllt. Es ist vor diesem Hintergrund nicht unwahrscheinlich, dass bis Ende 2012 auch die „Nachzügler“ den geforderten Stand der Verfügbarkeit erreichen. Mehr zu der 90%-Quote erfahren Sie im folgenden Abschnitt. 

Die 90 Prozent Regelung

Die Bundesnetzagentur sieht in der „Nutzungsbestimmung 36 der Änderungsverordnung zum Frequenzbereichszuweisungsplanes“ vor, dass die Bieter der LTE800-Frequenzen, bis zum 1. Januar 2016 insgesamt 90 Prozent der Bevölkerung erreichen müssen. Im städtischen Raum, wo die Frequenzbereiche 1.8 GHz und 2.6 GHz zum Einsatz kommen, reichen bis zum selbigen Datum 50 Prozent der Einwohner aus. Der Anteil auf dem Land bezieht sich übrigens auf die Bewohner der von den Ländern benannten Gebiete. Hierzu muss man wissen, dass die Länder im Vorfeld der LTE-Frequenzauktion dazu aufgefordert waren, Gebiete und Städte zu benennen, die besonders dringend mit Breitbandinternet ausgebaut werden müssten. Wissenswert ist auch, dass die Auflagen folgendes vorsehen: Inhaber der LTE800-Frequenzen dürfen erst mit dem Ausbau der LTE-Verfügbarkeit in den Städten beginnen, wenn die Quote auf dem Land als erfüllt gilt. So wurde ausgeschlossen, dass zuerst die wirtschaftliche lukrativen und bevölkerungsstarken Stadtbereiche ausgebaut werden und später dann die Landregionen.

Aufrüstung bestehender Netze und Netzausbau

Der Netzausbau von LTE geht, wie angedeutet, seit jeher sehr gut voran. Nachdem im Mai 2010 per Auktionsverfahren die Lizenzen für den Netzbetrieb an Vodafone, O2 und die Telekom gingen, arbeiten diese unter Hochdruck an der Aufrüstung. Im Gegensatz zu damals, müssen diesmal allerdings nicht erst tausende Sendemasten aufgestellt werden. In Deutschland besteht bis dato schon ein recht feinmaschiges Netz an Sendestationen, welche oftmals „nur noch“ umgerüstet bzw. erweitert werden müssen, um LTE-fähig zu sein. Das bedeutet für die Betreiber weniger Kosten. Zumindest in den Städten. Auf dem Land sieht dies nicht selten etwas anders aus.

Zukunftspläne und Zukunftsaussichten

Im Verlauf des Jahres 2013 wird insbesondere der Ausbau der Citynetze für mobiles LTE noch weiter in den Vordergrund rücken. Telekom und Vodafone halten LTE aktuell in 100 bzw. 81 Städten bereit bzw. bauen dort noch die Verfügbarkeit weiter aus. Die O2 Telefónica geht von rund 200 Städten und Gemeinden aus. Wie hoch der Anteil der Städte daran ist, liegt leider im Dunkeln, ebenso der Termin.

Maßnahme

Ein LTE Anschluss kann speziell bei einer Filialstruktur im außerstädtischen Bereich bzw. in Gewerbegebieten eine hervorragende Alternative sein, wenn kein DSL oder DSL nur mit geringer Bandbreite zur Verfügung steht.

Wir beraten Sie gerne bei der Umsetzung von Maßnahmen, um LTE in Ihre Überlegungen einzubeziehen!

Sie fühlen sich angesprochen?

Für eine unverbindliche Beratung wenden Sie sich bitte an Engels Consult & Partner unter
Tel. 0221 168816-11 oder info@ec-p.de.

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